Unter der Bezeichnung Marginalzonenlymphom (MZL) werden drei verschiedene Formen von Krebserkrankungen des lymphatischen Systems zusammengefasst: das extranodale Marginalzonenlymphom (häufig auch als MALT - Mukosa Associated Lymphatic Tissue Lymphom bezeichnet), das splenische und das nodale Marginalzonenlymphom. Gemeinsam ist ihnen, dass sie von B-Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutzellen, ausgehen und ein langsames Wachstum zeigen (indolenter Verlauf). Abhängig davon, wo im Körper das Marginalzonenlymphom entsteht, ergeben sich die oben genannten Formen. Extranodale Marginalzonenlymphome beginnen in primär nicht-lymphatischen Organen, am häufigsten im Magen. Es können aber auch die Speicheldrüse, das Auge, die Haut oder andere Organe betroffen sein. Beim splenischen Marginalzonenlymphom geht die Erkrankung von der Milz aus, oftmals sind auch das Blut und das Knochenmark betroffen. Tritt die Erkrankung zuerst in den Lymphknoten auf, spricht man von einem nodalen Marginalzonenlymphom.

 

Häufigkeit & Ursache

Mit 5-17% aller Non-Hodgkin Lymphome gehören die Marginalzonenlymphome zu den häufigeren Lymphomentitäten. Die Erkrankung tritt mit fortschreitendem Alter auf.

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Symptome

Da sich Marginalzonen-Lymphome schleichend entwickeln, verursachen sie zu Beginn der Erkrankung oft keine Beschwerden.

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Diagnostik

Am Anfang der Diagnostik steht eine Untersuchung des Blutes und einer Gewebeprobe.

 

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Histologie

Bei den Marginalzonen-B-Zell-Lymphomen (MZL) extranodalen, nodalen und splenischen Ursprungs handelt es sich wahrscheinlich um verschiedene Lymphomentitäten mit jeweils ähnlichem Wachstumsmuster in der Marginalzone der B-Follikel und insgesamt indolentem Verhalten.

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Stadium & Risikofaktoren

Mit dem sogenannten Staging wird die Ausbreitung des Marginalzonenlymphoms im Körper festgestellt.

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Therapie

Die Therapie hängt davon ab, wo das Marginalzonen-Lymphom auftritt und wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist.

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Nebenwirkungen & Spätfolgen

Viele der hier beschriebenen Therapieoptionen sind in der Regel gut verträglich. Allerdings haben chemotherapeutische Wirkstoffe, Antikörper oder neuere Medikamente neben der erwünschten Zerstörung oder Hemmung der Tumorzellen auch Auswirkungen auf gesunde Zellen, Gewebestrukturen oder Organe.

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Nachsorge

Mit regelmäßigen Untersuchungen im Anschluss an die Therapie sollen mögliche Rückfälle bzw. ein Voranschreiten der Erkrankung frühzeitig festgestellt werden.

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Ausblick

Die Therapie von Patienten mit Marginalzonenlymphomen sollte durch Fachärzte für Hämatologie und Onkologie erfolgen. Für die stetige Verbesserung der Therapie der heterogenen Gruppe der Marginalzonenlymphome ist die Behandlung möglichst vieler Patienten im Rahmen von klinischen Studien als auch die Aufnahme in das seit 2015 und von der deutschen Krebshilfe unterstützte „Deutsche Marginalzonenlymphomregister“ von großer Bedeutung.

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Literatur

Die genannte Literatur ist Grundlage für diesen Artikel und enthält weiterführende Informationen zum Thema.

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