Lymphome (umgangssprachlich „Lymphdrüsenkrebs“) sind bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems, welches für die Immunabwehr zuständig ist. Lymphome entstehen, wenn bestimmte Zellen der Immunabwehr, sogenannte B- oder T-Lymphozyten, in ihrem Reifungsprozess entarten. Die fehlerhaften Immunzellen vermehren sich dann unkontrolliert, sind aber funktionslos.

Es werden zahlreiche Subtypen an Lymphomen unterschieden, je nachdem, auf welcher Stufe der Ausreifung der Lymphozyten die Entartung auftritt. Lymphome lassen sich in zwei große Gruppen einteilen: Hodgkin-Lymphome (HL) und Non-Hodgkin-Lymphome (NHL), letztere nach ihrem klinischen Verlauf wiederum in aggressive Lymphome und Indolente Lymphome. Treten diese Lymphome bei HIV-positiven Patientinnen und Patienten auf, handelt es sich um ein HIV-assoziiertes Lymphom.

Aggressive NHL eines HIV-positiven Menschen sind gemäß Definition AIDS-definierende Tumorerkrankungen, das heißt, mit diesem Lymphom ist das Stadium „AIDS“ erreicht. Für andere Lymphomtypen, vor allem das HL, gilt dies nicht; vielmehr zählt das HL zu den häufigsten nicht-AIDS-definierenden Krebserkrankungen.

 

Häufigkeit & Ursache

Die Rate an Neuerkrankungen ist bei HIV-positiven Menschen um das 4- bis 16-Fache höher als bei Menschen, die HIV-negativ sind.

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Symptome

Typische Anzeichen einer Lymphomerkrankung sind schmerzlose Lymphknotenschwellungen, Abgeschlagenheit, Juckreiz sowie die klassischen B-Symptome: Fieber, Nachtschweiß (mit Wechsel der Kleidung und/oder Bettwäsche) und unklarer Gewichtsverlust. Diese Symptome müssen jedoch nicht auftreten.

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Diagnostik

Die Sicherung der Diagnose erfolgt in der Regel über eine Gewebeentnahme, die dann von Fachärzt:innen für Pathologie genau untersucht werden. Anschließend werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, wie sich das Lymphom im Körper ausgebreitet hat.

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Stadien & Risikofaktoren

Grundsätzlich kann jeder HIV-positive Mensch ein Lymphom entwickeln. Es wurde aber beobachtet, dass das Risiko für ein Lymphom und auch für andere Krebserkrankungen mit abnehmender Anzahl der Helferzellen steigt; insbesondere Personen mit Helferzellen unter 100/µl sind besonders gefährdet.

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Therapie

Die Therapie der HIV-Lymphome hängt der Lymphomart und dem Stadium des Lymphoms ab.

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Nebenwirkungen & Spätfolgen

Haarausfall, Übelkeit und eine Unterdrückung der Blutbildung mit Verminderung der weißen und roten Blutzellen sowie der Blutplättchen sind typische Nebenwirkungen einer Chemotherapie.

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Ausblick

Das Ziel jeder Therapie ist in den meisten Fällen die Heilung - wie gut dieses erreicht werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

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