Am Anfang stehen eine gründliche Anamnese und eine körperliche Untersuchung. Die Anamnese sollte auch eine Befragung zu möglichen Autoimmunerkrankungen und deren Symptomen umfassen. Die körperliche Untersuchung schließt unter anderem den Lymphknotenstatus, die Augen, die Kopf-Hals-Region sowie die Größe von Leber und Milz ein. Ergänzend ist eine Blutuntersuchung erforderlich.
Für die sichere Diagnose eines Marginalzonen-Lymphoms (MZL) ist zudem die Entnahme und histopathologische Untersuchung einer Gewebeprobe notwendig. Wir empfehlen, jede MZL-Diagnose nach Möglichkeit durch eine referenzpathologische Zweitbegutachtung durch hämato-pathologisch versierte Fachleute bestätigen zu lassen. Informationen zu den referenzpathologischen Instituten im Kompetenznetz maligne Lymphome (KML) können beim Kompetenznetz maligne Lymphome e. V. angefordert oder auf der KML-Website unter www.lymphome.de/referenzpathologen abgerufen werden.
Sobald eine gesicherte Diagnose vorliegt, muss geklärt werden, ob das Lymphom auch andere Körperregionen befallen hat. Dies ist wichtig, da die Ausbreitung häufig das therapeutische Vorgehen bestimmt. Man spricht hierbei vom sogenannten „Staging". Welche Untersuchungen dabei sinnvoll oder notwendig sind, hängt unter anderem vom jeweiligen MZL-Typ ab. Häufig kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:
Computertomographie (CT)
Ultraschalluntersuchungen
Röntgen des Thorax
Knochenmarkspunktion
Gastroskopie (Magenspiegelung) und/oder Koloskopie (Darmspiegelung)
Eine Blutuntersuchung ist in jedem Fall notwendig, gegebenenfalls kommen weitere Untersuchungen hinzu. Liegen alle Ergebnisse vor, bespricht das ärztliche Behandlungsteam gemeinsam mit dem/der Betroffenen das weitere Vorgehen.