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1. Ursprung der Krankheit

Jede Körperzelle kann aufgrund bestimmter Veränderungen des Erbgutes entarten und durch ein unkontrolliertes Wachstum Tumore (Geschwulste, Gewebewucherungen) bilden. Tumore des lymphatischen Systems werden als Lymphome bezeichnet, weil diese Erkrankungen von den lymphatischen Organen wie Lymphknoten und Milz bzw. den lymphatischen Zellen (T- und B-Zellen) ausgehen. Bei Patienten mit malignen Lymphomen vermehren sich bösartige Lymphzellen (Lymphozyten) auf unkontrollierte Art und Weise. Die Bezeichnung malignes Lymphom sagt aber noch nichts über die Schwere, Bedrohlichkeit oder Therapiebedürftigkeit der Erkrankung aus, da maligne Lymphome ein sehr breites klinisches Spektrum von sehr langsam verlaufenden bis hin zu aggressiven Erkrankungen zeigen.

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2. Diagnostik und Einteilung der Lymphome

Innerhalb der malignen Lymphome gibt es zwei große Gruppen, denen sich alle Erkrankungsformen zuordnen lassen: Die Hodgkin Lymphome (früher auch Morbus Hodgkin genannt) und die Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). Die non-Hodgkin-Lymphome werden weiter in sehr viele verschiedene Typen unterteilt, die für die Behandlung und die Abschätzung der Prognose unterschieden werden müssen. Die Diagnose maligner Lymphome erfolgt durch feingewebliche Untersuchungen (Histologie) von Lymphknoten und anderen tumorinfiltrierten Geweben, mit denen sich die verschiedenen Krankheitsbilder aus dem Kreis der malignen Lymphome identifizieren und einer der Typen zuordnen lassen. Gemeinsam ist allen Typen maligner Lymphome eine Abstammung von entarteten Lymphozyten.

Der Begriff "Leukämie" bezeichnet allgemein eine Entartung und bösartige Vermehrung von Leukozyten (weißen Blutkörperchen). Unter lymphatischen Leukämien versteht man Erkrankungen, bei denen eine bestimmte Art von Leukozyten, nämlich die Lymphozyten im Blut vermehrt nachweisbar sind. Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) geht meist mit einer Vermehrung von reifen B-Lymphozyten im Blut einher. Klinisch treten oft lange keine Symptome auf, und die Erkrankung hat im Allgemeinen einen langsamen Verlauf. Trotz ihres Namens wird die CLL zu den Non-Hodgkin-Lymphomen gerechnet. Informationen zu anderen Leukämie-Erkrankungen (z.B. AML, ALL und CML) befinden sich auf den Internetseiten des Kompetenznetzes Leukämie.

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3. Stadium (anatomische Ausbreitung)

Von großer Bedeutung für die Behandlung ist das Ausmaß der Ausbreitung der Krankheit im Körper. Nach einer Definition, die Ann Arbor-Klassifikation genannt wird, unterscheidet man vier Stadien (I – IV). Zusätzlich geben Buchstaben wie A, B und E Auskunft über die Abwesenheit (A) bzw. das Vorhandensein von B-Symptomen (B) und extranodalem Befall (E). Wichtig ist hierbei, dass auch in frühen Stadien der Erkrankung eine chirurgische Therapie nicht sinnvoll ist, da die Tumorzellen wie normale Lymphozyten im Körper zirkulieren und eine alleinige Lokaltherapie oft nicht ausreicht.

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Therapiebegleitung

Eine zuverlässige Diagnose und die beste, wenn möglich, heilsame Therapie sind für Krebspatienten von zentraler Bedeutung. Zunehmend wird aber auch der Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehöriger Beachtung geschenkt.

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Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen können für viele Patienten Orientierung im oft schwer zu durchschauenden Therapiegeschehen bieten. Sie ermöglichen den Austausch mit Menschen, die mit vergleichbaren Belastungen umgehen müssen.

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