Ausblick
Welche Behandlungsergebnisse sind zu erwarten?
Die Behandlungsmöglichkeiten beim Multiplen Myelom haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Maßgeblich dazu beigetragen haben moderne zielgerichtete Therapien und innovative Immuntherapien. Heute sprechen mehr als 90 Prozent der Betroffenen auf die Behandlung an, und ein großer Teil erreicht sogar eine vollständige Remission.
Dadurch lässt sich die Erkrankung häufig über viele Jahre, teilweise sogar Jahrzehnte, erfolgreich kontrollieren oder weitgehend zurückdrängen. Ziel der modernen Myelomtherapie ist es, möglichst langfristige Remissionen zu erzielen. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten besteht dabei möglicherweise sogar die Aussicht auf eine dauerhafte Heilung.
Wer ist auf die Behandlung spezialisiert?
Die Therapie von Menschen mit Multiplem Myelom sollte durch niedergelassene oder in Krankenhäusern und Kliniken tätige Fachärzt:innen für Hämatologie und Onkologie erfolgen. Die Behandlung des Multiplen Myeloms wurde und wird vor allem mit Hilfe von klinischen Therapiestudien verbessert. Deshalb ist es auch für zukünftige Behandlungsstrategien wichtig, dass sich Erkrankte in Studien behandeln lassen. In Deutschland gibt es zwei Studiengruppen, die in Kooperation mit vielen Behandlungszentren bundesweit Studien zum Multiplen Myelom durchführen:
Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM)
Leiter: Prof. Dr. H. Einsele
Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik II
Oberdürrbacher Str. 6, D-97080 Würzburg
T 0931 201-40001 oder -40157
dsmm@ukw.de
German-Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG)
Leiter: Prof. Dr. M. Raab
GMMG-Studiensekretariat
Universitätsklinikum Heidelberg, Medizinische Klinik V und Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)
Im Neuenheimer Feld 130.3, D-69120 Heidelberg
T 06221 56-8198 oder -5427
Studiensekretariat_GMMG@med.uni-heidelberg.de
Beide Myelom-Studiengruppen sind Mitglied im Kompetenznetz maligne Lymphome e.V. (KML). Behandelnde und Betroffene finden alle wichtigen Informationen über aktuelle Myelomstudien hier: Multiple Myelom-Studiengruppen im KML