MM
Multiples Myelom (MM)

DSMM XII

Aktive Studien (Rekr. beendet)
Studieninformationen
Multizentrische Phase II-Studie der DSMM zur Induktionstherapie mit Lenalidomid (Revlimid), Adraimycon, Dexamethason (RAD), gefolgt von einer risikoadaptierten Transplantationsstrategie und einer Lenalidomid Erhaltungstherapie bei Patienten mit neu diagnostierziertem Multiplen Myelom.
Aktive Studien (Rekr. beendet)
Patientenversorgung
Besondere Versorgung von Patienten mit Malignen Lymphomen (BVML)
Zuständige Gesamtstudie
Sponsor

Universitätsklinikum Würzburg Josef-Schneider-Str. 2 97080 Würzburg

Leiter der klinischen Prüfung (LKP)

Prof. Dr. med. Ralf C. Bargou

Studiengruppen/-zentrale

Deutsche Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM)
0931 201-40001 oder -40157
0931 201-64 00 01
dsmm@klinik.uni-wuerzburg.de

Dokumente (passwortgeschützt)
Downloads auf clinicalsite.org
ZIELE
Primäres Prüfziel
  • Ansprechrate (sCR, CR oder VGPR) bei Beginn der Lenalidomid-Erhaltungstherapie
Sekundäre Prüfziele für die Behandlungsarme:
  • Progresionsfreies Überleben (PFS), Gegsamtüberleben (OR), Zeitintervall bis zur nächsten Anti-Myelom Therapie
  • Inzidenz von unerwünschten Ereignissen mit Berücksichtigung von Art, Schwere und Beziehung zur Studienbehandlung


DESIGN
Phase
Phase II
Zentren
Multizentrisch
Datenerhebung
Interventionsgruppen
Verblindung
Open Label
Art
Erkrankung
Diagnose
Non-Hodgkin Lymphome: Multiples Myelom
Diagnosenbeschreibung

Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom mit einer minimalen Vorbehandlung (2 Zyklen Chemotherapie, lokale Bestrahlung, Operation)

Mutation
Stadium
PATIENTEN
Alter
18 - 65 Jahre
Einschlusskriterien
  1. Alter: ≥ 18 und ≤ 65 Jahre zum Zeitpunkt des Unterzeichnens der Einwilligungserklärung.
  2. Neu diagnostiziertes multiples Myelom mit den folgenden Diagnosekriterien:
    • Im Knochenmark ≥ 10 % monoklonale Plasmazellen (histologisch) und/oder mit Biopsie bewiesenes Plasmozytom.
    • Nachweis von monoklonalem Protein im Serum und/oder Urin bei der Immunfixation.
    • Mit dem multiplen Myelom in Beziehung stehende Endorganschäden, zumindest einer der folgenden:
      • [C] erhöhte Kalziumwerte im Serum (> 11,5 mg/dL oder obere Grenze des Normalwertes)
      • [R] Niereninsuffizienz (Kreatinin > 2 mg/dL)
      • [A] Anämie (Hb < 10 g/dL oder 2g/dL < normal)
      • [B] Lytische Knochenläsionen oder diffuse, strähnige Osteoporose
  3. Maximal zwei Zyklen einer nicht festgelegten Antimyelom-Therapie mit Ausschluss solcher, die Thalidomid enthalten (d.h. Dexamethason, AD, ID, VAD, VID, Melphalan/Prednison)
  4. Kardiale Auswurffraktion (LVEF) mindestens 55%
  5. DLCO mindestens 60 % im Vergleich zu Kontrollen von Personen gleichen Alters
  6. ECOG- Performance-Status ≤ 2 bei Studienbeginn
  7. Laborwerte innerhalb der folgenden Bereiche:
    • Anzahl der neutrophilen Leukozyten/L ≥ 1,5 x 109
    • Anzahl der Thrombozyten ≥ 75 x 109 /L
    • Berechnete Kreatininclearance ≥ 50 mL/Minute
    • Gesamtbilirubin ≤ 1,5 mg/dL
    • AST (SGOT) und ALT (SGPT) ≤ 2 x ULN
  8. Rezidivfrei von früheren malignen Erkrankungen oder Tumoren seit ≥ 5 Jahren mit Ausnahme von adäquat behandelten Basalzellkarzinom, Plattenepithelzellkarzinom der Haut oder Carcinomata in situ der Zervix oder der Brust.
  9. Bereitschaft, sich niedermolekulare Heparine (entweder Enoxaparin 40 mg einmal täglich oder Dalteparin 5.000 IU einmal täglich) als prophylaktische Antikoagulationstherapie für die ersten sechs Monate nach Diagnosestellung/ Studieneinschluss zu verabreichen. Bei Vorliegen einer eingeschränkten Nierenfunktion müssen Messungen der Anti-Faktor-Xa-Aktivität durchgeführt werden.
  10. Nicht mehr als zwei Zyklen einer gegen das Myelom gerichteten Standard-Chemotherapie; Plasmapherese wegen Hyperviskosität, Strahlentherapie wegen symptomatischen Frakturen oder chirurgische Maßnahmen wegen Kompressionssyndromen sind erlaubt. Die Patienten dürfen keine Progression unter konventioneller zytotoxischer Vorbehandlung haben.
  11. Einhalten einer zuverlässigen, doppelten Verhütungsstrategie
  12. Die Patienten müssen willens und dazu in der Lage sein, sich einer autologen und (für den Fall der Zuordnung in den autologen-allogenen Arm) einer allogenen Transplantation zu unterziehen
  13. Verfügbarkeit von Knochenmarkproben für die Bewertung von zytogenetischen Faktoren mit FISH-Analyse (in zentralem diagnostischem Labor).
Ausschlusskriterien
Wichtigste Ausschlusskriterien
  1. Jeder schwerwiegende medizinische Zustand, Abweichung von Laborwerten oder psychiatrische Erkrankungen, die die Fähigkeit des Patienten zum Erteilen der Einwilligung durch seine Unterschrift in der Einwilligungserklärung einschränken
  2. Progressive Erkrankung (PD) nach der initialen Behandlung mit z.B. Dexamethason, Dexamethason-Anthrazyklin-Kombinationen oder Mephalan/Prednison. Diese Patienten werden als an refraktärer Erkrankung leidend eingestuft, die Behandlung von refraktärer Erkrankung ist kein Endpunkt des Studienprotokolls
  3. Schwangere und stillende Frauen
  4. Verwendung einer anderen experimentellen Substanz oder experimentellen Therapie innerhalb von 28 Tagen vor der Baseline- Untersuchung
  5. Neuropathie einer Schwere ≥ Grad 2
  6. Jede frühere Behandlung mit Lenalidomid
  7. HIV-positive oder infektiöse Hepatitis Typ A, B, C bei serologischer Testung
THERAPIE
Intervention

Nach vier Zyklen RAD-Induktionstherapie werden bei allen Patienten mit Cyclophosphamid und Etoposid periphere Blutstammzellen mobilisiert und kryokonserviert. Sie erhalten dann den ersten Zyklus Hochdosis-Melphalan (200 mg/m2) mit Retransfusion autologer Blutstammzellen. Gemäß den vorläufigen Daten und nach eigener Erfahrung scheint die Stammzellmobilisierung nicht durch vier Zyklen einer Lenalidomid enthaltenden Therapie beeinträchtigt zu werden. Die zweite Transplantation hängt dann ab von der Risiko-Stratifikation, der Verfügbarkeit eines Spenders und der Entscheidung des Patienten. Die Transplantation wird entweder als eine zweite autologe Transplantation nach Melphalan 200 mg/m2 oder als allogene Transplantation mit reduzierter Konditionierungsintensität (RIC) mit Fludarabin (5 x 30 mg/m2) und Treosulfan (3 x 14 g/m2) durchgeführt. Die Lenalidomid Erhaltungstherapie beginnt für beide Transplantationsgruppen mit einer Anfangsdosis von 10 mg/Tag und kontinuierlicher Verabreichung nach der hämatopoetischen Regeneration, bei Abwesenheit von GvHD (Gesamtgrad ≤ Grad II, Hautbeteiligung ≤ Grad II) und sofern keine infektiösen Komplikationen bestehen, im Falle einer allogenen Transplantation beginnend zwischen dem Tag 100 bis 180 nach der Transplantation. Die Lenalidomid Erhaltungstherapie soll für die Dauer von 12 Monaten durchgeführt werden.

Dosierungsschemata:

RAD Chemotherapie (28-Tage Zyklus):

Lenalidomid 25 mg, p.o., d 1-21
Adriamycin 9 mg/m², i.v., d 1-4, kont. 24 h
Dexamethason 40 mg, p.o., d 1-4 und d 17-20
Pegfilgrastim 6 mg, s.c., d6; Wh d 29

CE Chemotherapie:

Cyclophosphamid 2500 mg/m2, iv, d 1
Etoposid 200 mg/m2 iv, d 1 - 3
G-CSF 5 μg/kg KGW s.c., beginnend d 5

Hochdosis Melphalan-Therapie:

Melphalan 100 mg/m² und d, i.v., d - 3 und - 2
Transfusion von autologen Stammzellen Tag 0

Treosulfan/Fludarabin Konditionierung:

Fludarabin 30 mg/m² und d, iv, Tag -6 bis -2
Treosulfan* 14 g/m² und d, iv, Tag -6 bis -4
ATG Fresenius®(S), nur MUD: 10 mg/kg KGW und d, iv, Tag-4 bis -2
Transplantation von allogenen Stammzellen Tag 0. (Herkunft: unmanipuliertes Knochenmark oder peripheres Blut)

Lenalidomid Erhaltungstherapie:

Lenalidomid 10 mg, p.o., täglich für die maximale Dauer von 12 Monaten 

Substanz
Sonstiges
<p><strong>Weitere Informationen zu dieser Studie</strong></p> <p>Studiensekretariat der Deutschen Studiengruppe Multiples Myelom (DSMM)<br />Universitätsklinikum Würzburg<br />Medizinische Klinik und Poliklinik II<br />Oberdürrbacherstr. 6 <br />97080 Würzburg<br />Tel.: (0931) 201-40953<br />Fax: (0931) 201-640157<br />E-Mail: <a class="encoded_mail encoded_label" href="mailto:dsmm@klinik.uni-wuerzburg.de">dsmm@klinik.uni-wuerzburg.de</a></p>
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Bremen (1)

Medizinische Klinik I

Jena (1)

Klinik für Innere Med.II, Abt. Hämatologie und Internistische Onkologie

Nürnberg (1)

Med. Klinik 5 Onkologie/Hämatologie

Rostock (1)

Zentrum für Innere Medizin, Med. Klinik III

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