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Neue Online-Suche erleichtert Patienten die Kontaktaufnahme zu Lymphom-Spezialisten

Das Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) hat auf seinen Internetseiten unter www.lymphome.de eine Suchfunktion eingerichtet, mit der Patienten und überweisende Ärzte erstmals alle Studienzentren ermitteln können, die aktiv an den Lymphom-Studien des KML teilnehmen. Damit soll die Kontaktaufnahme zu Ärzten erleichtert werden, die in der Behandlung von Lymphom-Patienten erfahren sind und nach den hohen Qualitätsstandards der KML-Studiengruppen arbeiten.

Die Arzt- bzw. Zentrensuche wurde vom Kompetenznetz eingerichtet, da es vielfache Anfragen von Patienten und Angehörigen gab, die nach Lymphom-Spezialisten in ihrer Region suchten. Die zugrunde liegende Datenbank umfasst mehr als 650 Behandlungszentren mit insgesamt 1.300 Ärzten aus dem ganzen Bundesgebiet. Nach Eingabe einer Postleitzahl oder eines Ortes werden die Ansprechpartner der universitären und nichtuniversitären Kliniken und Praxen aufgelistet, die von den vier größten KML-Studiengruppen als aktive Studienzentren gemeldet wurden. Die Zentrensuche erfolgt getrennt für verschiedene Lymphom-Arten, wie Hodgkin-Lymphome, hochmaligne bzw. niedrigmaligne Non-Hodgkin-Lymphome oder die chronische lymphatische Leukämie.

Da es mehr als 40 verschiedene Lymphom-Untergruppen gibt, ist es für den Therapieerfolg wichtig, dass ein erfahrener Arzt die erforderlichen Untersuchungen für eine präzise Diagnostik koordiniert und die Therapie auf das jeweilige Lymphom abstimmt. "Die in unserem Zentrenlisting erfassten Ärzte behandeln einen Teil ihrer Patienten im Rahmen einer, oft mehrerer Therapieoptimierungs-Studien des Kompetenznetzes. Sie sind deshalb mit den hohen Standards für eine schnelle und referenzgesicherte Diagnose sowie den aktuellsten Therapiestrategien für die jeweilige Lymphomart vertraut", so Professor Dr. Michael Hallek, Sprecher des Kompetenznetzes Maligne Lymphome und Direktor der Klinik I für Innere Medizin an der Universität zu Köln. 

Jedes Jahr erkranken etwa 14.000 Menschen in Deutschland an bösartigem Lymphknotenkrebs (malignes Lymphom), und Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg der Lymphomhäufigkeit in den nächsten Jahren. Wird ein Lymphom frühzeitig erkannt, sind die Chancen auf eine dauerhafte Heilung für einige Lymphomarten sehr groß und liegen beispielsweise für das Hodgkin-Lymphom bei über 90 Prozent. Auch für viele Non-Hodgkin-Lymphome haben sich die Therapieergebnisse in klinischen Studien über die letzten Jahre sehr verbessert.

Eine Ausweitung der Online-Suche auf weitere Lymphom-Erkrankungen unter Einbeziehung der übrigen KML-Studiengruppen erfolgt in den nächsten Monaten. Ärzte, die ihre Patienten in die Therapieoptimierungs-Studien des Kompetenznetzes einbringen wollen, finden ebenfalls unter http://www.lymphome.de Informationen zu den verschiedenen Studiengruppen und Studienprotokollen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Hallek 
Sprecher des Kompetenznetzes Maligne Lymphome
Tel.:+(49)221-478-7400
Fax: +(49)221-478-7406
E-Mail: lymphome@uk-koeln.de

Silke Hellmich
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kompetenznetz Maligne Lymphome
Tel.: +(49)221-478-7405
Fax: +(49)221-478-7406
E-Mail: silke.hellmich@uk-koeln.de

Im Kompetenznetz Maligne Lymphome haben sich die führenden Lymphom-Studiengruppen und Versorgungseinrichtungen zusammengeschlossen. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern und neue Ergebnisse aus der Forschung schnellstmöglich in die Patientenversorgung zu überführen. Auch Patienten und Selbsthilfeverbände sind eingebunden, so dass ihre Fragen und Bedürfnisse in die Gestaltung der Forschungsprojekte einfließen. Das Kompetenznetz Maligne Lymphome ist eines von 17 Kompetenznetzen in der Medizin, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden.