Als Post-Transplantations-Lymphome wird eine Gruppe bösartiger Erkrankungen bezeichnet, die nach Organtransplantationen und der in diesem Zusammenhang notwendigen immunsuppressiven Therapie (= Unterdrückung des Immunsystems) auftreten können. Sie gehen von den lymphatischen Zellen des Immunsystems aus und werden auch als posttransplantations-lymphoproliferative Erkrankungen (engl. = Post-Transplant Lymphoproliferative Disorder, abgekürzt PTLD) bezeichnet.

Häufigkeit & Ursache

PTLD sind sehr seltene Erkrankungen. Die Entstehung der PTLD ist im Detail noch nicht verstanden. Allerdings wissen wir, dass eine eingeschränkte Funktion des Immunsystems mit einem erhöhten Risiko für Lymphome einhergeht. Das Risiko, an einer PTLD zu erkranken, ist nach einer kombinierten Herz-Lungentransplantation mit fünf bis sechs Prozent besonders hoch.

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Symptome

Die durch die PTLD ausgelösten Beschwerden sind von Patient zu Patient sehr verschieden. Manche Patienten sind beschwerdefrei und der Verdacht auf eine PTLD entsteht bei einer Routineuntersuchung. Grundsätzlich sollten transplantierte Patienten bei jeder Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes einen Arzt aufsuchen, der Erfahrung in der Transplant-Nachsorge besitzt.

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Diagnose

Die genaue PTLD-Diagnose wird von einem Hämatopathologen direkt am Tumorgewebe gestellt. Hierfür ist die Entnahme einer Gewebeprobe erforderlich.

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Histologie

Die PTLD sind keine einheitliche Erkrankung, denn innerhalb dieser Gruppe gibt es ein breites Spektrum von Ausprägungen, die sich in Hinblick auf ihre Symptome, ihren Gewebeaufbau und ihre molekularen Eigenschaften unterscheiden.

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Therapie

Das Grundprinzip der PTLD-Therapie ist ein schrittweises, aber konsequentes Vorgehen. Dabei ist die Verringerung der Immunsuppression in der Regel der erste Schritt. Danach ist in der Regel die Einleitung weiterer therapeutischer Maßnahmen erforderlich.

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Nebenwirkungen & Spätfolgen

Die wichtigste Nebenwirkung einer PTLD-Therapie mit Rituximab und Chemotherapie sind schwere Infektionen.

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Nachsorge

Mit regelmäßigen Untersuchungen im Anschluss an die Therapie sollen mögliche Rückfälle bzw. ein Voranschreiten der Erkrankung frühzeitig festgestellt werden. Gleichzeitig dienen die Nachuntersuchungen dem Erfassung von Nebenwirkungen oder Spätfolgen der Therapie.

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Ausblick

PTLD sind lebensbedrohliche Erkrankungen, die aber bei einem erheblichen Teil der Patienten erfolgreich behandelt werden können. Die Behandlung der PTLD wird vor allem mit Hilfe von klinischen Therapieoptimierungsstudien weiterentwickelt und verbessert.

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Literatur

Die genannte Literatur ist Grundlage für diesen Artikel und enthält weiterführende Informationen zum Thema.

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