Das Marginalzonen-Lymphom gehört zur Gruppe der sogenannten Non-Hodgkin Lymphome. Es ist sehr selten und kann in verschiedenen Formen auftreten: so unterscheidet man Marginalzonenlymphome, die vorwiegend die Lymphknoten befallen, hauptsächlich in der Milz sich ansiedeln oder vorwiegend in den Schleimhäuten zu finden sind. Die Seltenheit der Erkrankung und das unterschiedliche Besiedlungsmuster des Marginalzonenlymphoms führen zum Teil zu einer Unsicherheit, in welcher Form dieses Lymphom diagnostiziert und behandelt werden sollte. Weiterhin fehlen für die Mehrzahl der Marginalzonenlymphome größere klinische Studien, so dass es sehr wenige Daten zur Epidemiologie oder zur adäquaten Therapie des Marginalzonenlymphoms gibt.

Vor diesem Hintergrund besteht ein erheblicher Informations- und Beratungsbedarf bei den behandelnden Ärzten sowohl die Diagnostik als auch die Therapie betreffend. Das nun neu etablierte Deutsche Marginalzonen-Lymphom Register zielt darauf  Patienten mit der Erkrankung eines Marginalzonenlymphoms zu dokumentieren und zu erfahren, wie in Deutschland diese Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird. Auf der Basis der gewonnenen Daten wird es zukünftig besser möglich sein, Empfehlungen für eine optimierte Diagnostik und Therapie zu formulieren. Das Register ist auch als Beratungsplattform für Ärzte und Patienten nutzbar, die sich über Diagnostik und Therapie des seltenen Lymphoms erkundigen möchten.

Erfolge & Ziele

Erfolge

Mit der Abkehr von der Magenresektion hin zur Organerhaltung konnten durch die Studiengruppe ein Paradigmenwechsel und ein neuer Therapiestandard in der Behandlung des Magenlymphoms etabliert werden [22].

Ziele

Mit dem Aufbau eines Marginalzonen-Lymphomregisters wird eine Verbesserung der Diagnostik- und Versorgungs-Strukturen bei diesem seltenen Lymphomangestrebt. Ziel ist es, konkrete Empfehlungen für die verbesserte Diagnostik und Behandlung von Marginalzonen-Lymphomen formulieren zu können.
 

Literatur

Koch P, Probst A, BerdelWE et al (2005) Treatment results in localized primary gastric lymphoma: Data of patients registered within the German multicenter study (GIT NHL 02/96). JClinOncol 28:7050–7059

Kontakt & Ansprechpartner

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Institut für Experimentelle Tumorforschung
Universitätsklinikum Ulm
Albert-Einstein-Allee 11 (Postanschrift)
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Leiter des MZL-Registers

Prof. Dr. Christian Buske
Institut für Experimentelle
Tumorforschung Universitätsklinikum Ulm
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Studien

Eine Übersicht über die aktuell laufenden und die bereits beendeten Studien finden Sie hier